Die billige Pflegekraft aus dem (meist osteuropäischen) Ausland ist heute schon fast ein stehender Begriff. Gerade in Bayern, das für viele Rentner aus Deutschland als idealer Altersruhesitz gilt, ist der Bedarf enorm. Weil es zu wenige Einheimische gibt, die in der Senioren- und Krankenpflege arbeiten, ist der Rückgriff auf ausländische Pflegekräfte unerlässlich.

Ein Wirtschaftsbereich, in dem es zahlreiche offene Stellen gibt? Das sollte doch eigentlich der Wunsch jeder Regierung sein. Die bayerische Staatsregierung sieht das scheinbar anders: Die Unterstützung für Pflegeschulen im Freistaat wurde nun um die Hälfte gekürzt. Für die Schüler bedeutet dies, dass ihr Schulgeld um 100 Euro auf durchschnittlich ca. 160 Euro pro Monat steigt.

Richard Progl, Vorsitzender des Jungbayernbunds und Mitglied des BP-Parteivorstands: „Da wirft der Staat jedes Jahr Unsummen für die meist sinnlose Umschulung von Arbeitslosen raus, aber wenn junge Menschen sich für einen gesamtgesellschaftlich wichtigen Beruf mit enormer Nachfrage entscheiden wollen, werden ihnen Steine in den Weg gelegt.“

Mit Blick auf die Studentenproteste der jüngsten Zeit sei es erstaunlich, dass wegen 500 Euro Studiengebühren pro Semester die Hörsäle besetzt würden, es aber scheinbar niemanden interessiere, wenn Auszubildende 2000 Euro pro Jahr Schulgeld zahlen müssten.

Bild: pixelio.de, Uta Herbert.

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