Der Bairisch- Alpenländische Volksmusikverein e.V. und der Jungbayernbund e.V. (Jugendorganisation der Bayernpartei) fordern nach dem geplanten Aus der beliebten Volksmusik auf Bayern 1 vom Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunk eine ausführliche Stellungnahme zur geplanten Programmreform und starten bayernweite Unterschriftenaktion für den Erhalt der beliebten Volksmusik auf Bayern 1.

Roman Messerer und Helmut Freund

Roman Messerer, Vorsitzender des Bairisch- Alpenländischen Volksmusikvereins e.V. und Helmut Freund, Landesvorsitzender des Jungbayernbundes e.V.

Wie der Bayerische Rundfunk in einer Pressemitteilung vom 02.02.2016 mitteilt wird es ab dem 15. Mai die tägliche Volksmusiksendung zwischen 19 und 20 Uhr und die sonntägliche Stunde Blasmusik zwischen 11 und 12 Uhr auf Ultrakurzwelle (UKW) nicht mehr geben – beides soll dann ausschließlich im Digitalradio stattfinden. Die Entscheidung, so heißt es von Seiten des BR, sei auf Grund des Erfolgs der neuen Welle, dem Digitalkanal – „BR-Heimat“ gefallen.
Bei Roman Messerer, Vorsitzender des Bairisch- Alpenländischen Volksmusikvereins e.V. und Helmut Freund, Landesvorsitzender des Jungbayernbundes e.V. stößt die scheinbar bereits vom Rundfunkrat des BR abgesegnete Reform auf absolutes Unverständnis. Der Erfolg vom digitalen Format „BR Heimat“ dürfe nicht im gleichen Zuge das Aus für beliebte Sendungen auf UKW bedeuten. Hier sind die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten hinsichtlich der eingezogenen Rundfunkbeiträge verpflichtet, auch weiterhin den Nutzern der analogen Radiokanäle ein großes und vielfältiges Programmspektrum zu bieten.
„Wir kämpfen für die vielen treuen und gerade wegen der Volksmusiksendungen langjährigen Hörer des Bayerischen Rundfunks, welche noch gar keinen digitalen Empfang haben oder es sich schlichtweg nicht leisten können, ein Digitalradio zu kaufen und trotzdem seit Jahrzehnten den BR durch ihre Gebühren mitfinanzieren.“ So Roman Messerer.

Mit einer Unterschriftenaktion, gerichtet an den Bayerischen Landtag, fordern beide Organisationen nun die Verantwortlichen auf diese Entscheidung zu überdenken. In den folgenden Tagen sollen diesbezüglich bayernweit alle Brauchtumsvereine und viele Volksmusikgruppen
kontaktiert und mit Unterschriftenlisten ausgestattet werden. Unter www.jungbayernbund.de können Unterstützer zudem jederzeit Unterschriftslisten auf dem postalischen Weg an fordern oder das Vorhaben über eine offizielle Online-Petition unterzeichnen. (Hier geht’s zur Online-Petition) Messerer und Freund fordern außerdem eine ausführliche Stellungnahme von den aktuellen Rundfunkräten (Ratsperiode begann am 01.05.2012) die entsprechend vom Landtag als Vertreter der Bürger entsandt wurden.
Gegenpetitionen und Leserbriefe zur geplanten Änderung widerspiegeln ausdrücklich den Unmut der Rundfunknutzer, der augenscheinlich nicht von den Abgeordneten bei der Einwilligung zur Programmänderung berücksichtigt wurde. Mit Marcel Huber, dem Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz stellt die Regierungspartei CSU aktuell insgesamt 8 Rundfunkräte, gefolgt von den Fraktionen der SPD mit 3 und Bündnis 90/Die Grünen und Freie Wähler mit jeweils einem Ratsmitglied. „Im Hinblick auf die Stärke der CSU in diesem Gremium ist eine Aussage des Bayerischen Heimatministers Markus Söder „Ich hätte es schön gefunden, wenn Bayern 1 auch Heimat der Volksmusik bleiben würde.” nichts weiter als eine scheinheilige Notlüge des vermeintlichen Heimatschützers! Einmal mehr wurde der Wähler um seine Stimme betrogen und finanzielle Aspekte dem Erhalt eines Bayerischen Kulturguts – in diesem Falle der bayerischen Blas- und Volksmusik vorgezogen!“ So Freund vom Jungbayernbund

Pressemitteilung Helmut Freund Landesvorsitzender Jungbayernbund

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